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Die Blümchen gerockt...
- 12 October 2010
- Posted in Kapstadt erleben
...und dabei noch gut zu Mutter Natur gewesen. Das Festival begann für mich schon am Freitag morgen als ich um 7 Uhr versuchte meinen Reiserucksack, samt Zelt, Schlafsack, Luftmatratze und Klamotten, sowie die 4 Liter Ration Bier und mich selbst auf das alte Tourenrad meines Onkels zu zwingen. Das ganze Gepäck in Kombination mit einem Fahrradtrikot, auf das Jerry Garcia stolz gewesen wäre, erregte in Woodstock einiges aufsehen. So radelte ich lachend und winken ins Zentrum Kapstadts, wo ich mich mit etwa 100 anderen Verrückten traf, um die 75 km zum Festival zu radeln.

Es stellt sich heraus, dass das schlimmste am Fahrrad fahren nicht die müden Beine, sondern die Schmerzen im Gesäß sind. Nach ein paar Kilometern wurde mein Hintern aber taub und ein paar Bier taten ihr übriges. Die Route führte uns gen Norden, wo wir eine ganze Weile auf der West Coast Road neben dem ein oder anderem Brummi radelten. Der neue Radweg bei Milnerton war recht angenehm zu fahren, aber der Verkehr gab einen bitteren Beigeschmack.
Richtig schön wurde es, als wir in die Weinanbaugebiete abbogen. Als wir auf die Schotterstraße abbogen, fing die Sonne an zu lachen und die herrliche Landschaft stimmte mich auf ein Wochenende voll Wonne ein.
Nach einer rauschenden Freitag Nacht und einem Samstag, der nicht besser hätte sein können, stellte sich am Sonntag Ernüchterung ein. Das Wetter hatte sich zum Schlechteren gewendet und eine Freundin, die uns mit zurück nehmen sollte, hatte sich entschieden lieber im Bett zu bleiben. Bei der Festival Orga stieß unser Dilemma auf taube Ohren. Da sich das Festival den Umweltschutz auf die Fahne geschrieben hatte, entschieden wir uns also was für die Umwelt zu tun und per Anhalter zurück nach Kapstadt zu reisen. Mein erstes Abenteuer als Anhalter war jedoch nicht sehr aufregend. Wir hatten es kaum vom Parkplatz geschafft, als uns ein Pärchen im weißen Volkswagen von der Straße auflas. Immer hin haben wir mit per Anhalter und mit unsrer kleinen Radtour was für die Umwelt getan und dabei noch jede Menge netter Menschen kennen gelernt. Was will man mehr?

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