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Paragliding in Kapstadt

Für einen guten Ausblick muss man in Kapstadt nicht lange suchen, nur eins ist schöner als das Panorama von Lion´s Head oder vom Tafelberg – fliegen. Eine bessere Aussicht als beim Paragliding oder Gleitschirmfliegen ist schwer zu kriegen und für einen Tandemflug muss man nicht mal viel können. Ich habe es letztens mit dem Geleitschirmfliegen mal probiert und war hin und weg.

Wie fast alles was in Kapstadt unter freiem Himmel passiert ist auch Paragliding stark vom Wetter abhängig. Die Gleitschirmflieger starten vom Lion´s Head etwa ein Viertel des Weges bergauf. Zum starten benötigt man einen mäßigen Gegenwind, in diesem Fall einen West- bis Südwestwind. Am Tag meines Fluges waren die Windbedingungen ideal, doch es hing eine dicke Wolkendecke auf den Lion´s Head und den Zwölf Aposteln. Wir gingen also eine Weile am Strand von Camps Bay spazieren, aßen zu Mittag und wanderten dann zur Startrampe. Am Fuß des Berges meinte mein Pilot noch die Chancen stünden 50/50, doch als wir auf der Startrampe in einer dicken Wolke saßen, sank die Startwahrscheinlichkeit rapide.

Abflug von Lion´s Head

Wir saßen also eine Weile auf der Rampe und starrten ins weiße Nichts, das nur selten Lücken offenbarte. Gerade als wir uns entschieden den Abstieg zu Fuß zu absolvieren, lichtete sich der Nebel und plötzlich ging alles sehr schnell. Der Gleitschirm wurde ausgepackt und wir schnallten uns ein. Die kurze Einweisung ging in etwa so: „Wenn ich „los“ sage, rennst Du vorwärts. Du hälst auf gar einen falls an, denn der Wind darf uns auf keinen Fall zurückblasen!“  Ich bin also an den Piloten geschnallt, er wiederum hängt am Gleitschirm und dann ertönt das Kommando: „Los!“ Ich laufe zwei Schritte und werde rückwärts in die Luft geblasen. Als ich zunehmend den Boden unter den Füßen verliere, sehe ich ein paar Füße neben mir baumeln und bin etwas beunruhigt. Doch auf einmal stabilisiert sich der Gleitschirm, ich rutsche in meinen Sitz und plötzlich ist alles ruhig. Wir gleiten langsam durch den Himmel über Kapstadt, weit entfernt von harten Felsen. Wahnsinn!

Ohne die dichte Wolkendecke sind die Bedingungen nun ideal und wir flogen in einer Spirale auf den Niveau der Spitzte von Lion´s Head mit Ausblick auf Camps Bay, die Zwölf Apostel und den Tafelberg. Der Flug war überraschend ruhig als wir auf andere Gleitschirmflieger hinab blickten. Mein schönster Eindruck war die Vogelperspektive eines Surfers bei Glen Beach mit den verschieden Schattierungen des Meersbodens im Hintergrund. Die Landung war sehr viel sanfter als  der Start und im Grunde fühlte ich mich während des ganzen Fluges sehr sicher. Wenn Du also glaubst, dass Du in Kapstadt schon alles gesehen hast, solltest Du es mal aus der Vogelperspektive probieren.

Mehr Abenteuer in Kapstadt.




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